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Neujahrsgrußwort

06.01.2016 11:35 von Gemeinde Waldalgesheim

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Jahr 2015 neigt sich dem Ende entgegen, ein Neues Jahr steht vor der Tür. Dieses Jahr 2015 hat uns in Deutschland und Europa, sogar in der Welt, viele schwierige und menschlich dramatische Aufgabenstellungen gebracht.

Unsere Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel stand vor großen Herausforderungen. Ich denke hier z.B. an die Griechenlandkrise, das Drama um die eine Million Flüchtlinge aus Irak, Syrien, Libyen und anderen Ländern aus Afrika und Asien sowie die grausamen Terroranschläge in Paris mit über 130 Toten und mit 352 Verletzten.  Auch der furchtbare Bürgerkrieg in Syrien und Irak fordert Tag für Tag unschuldige Opfer, Kinder Frauen und Männer, unabhängig von der Religionszugehörigkeit.

Positiv beurteile ich die Ergebnisse der Weltklimakonferenz von Paris. 195 Teilnehmer-staaten haben sich verpflichtet, die globale Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius, möglichst 1,5 Grad Celsius bis zum Jahr 2100 zu begrenzen.

Unsere Gemeinde Waldalgesheim hat dazu, durch vielerlei Maßnahmen, bereits seit vielen Jahren ihren Beitrag geleistet.

Dagegen sehen unsere Aktivitäten klein aus, werden unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern aber auf Dauer Nutzen bringen.

  • Der Bebauungsplan für das Baugebiet „Waldstraße III“ ist beschlossen und rechtskräftig. 2016 wird die Erschließung beginnen. Über 60 Bauplätze, umwelt- und familienfreundlich, werden entstehen.
  • Der Bau des Seniorenpflegeheimes hat sich leider verzögert. Die von den Investoren beauftragte Baufirma musste Insolvenz anmelden. Mit einer neuen Baufirma soll es dann im Frühjahr weitergehen.
  • Das Feuerwehrgerätehaus der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe wird 2016/2017 mit einem Finanzvolumen von mehr als einer Million Euro errichtet. Als aktiver Feuerwehrmann bin ich froh, dass damit die Einsatzfähigkeit unserer Feuerwehren in der Verbandsgemeinde und in Waldalgesheim gestärkt wird.
  • Wir bemühen uns weiter intensiv, das Gelände der ehemaligen „Grube Doktor Geier“ mit Hilfe von Investoren optimal zu nutzen. Ein erster Schritt hierzu ist die  Aufnahme eines Baugebietes im Bereich der Grube. Im Zuge dieser Maßnahme soll auch der Förderturm, ein Wahrzeichen unserer Region, wieder aufgebaut werden.
  • Aufgrund eines Urteils des Verwaltungsgericht Mainz nach einer Klage eines Bewohners des Wochenendgebietes ist die Kreisverwaltung Mainz-Bingen vom Gericht aufgefordert worden, den Bebauungsplan für das Wochenendgebiet mit Leben zu erfüllen. In einem Wochenendgebiet ist dauerhaftes Wohnen nicht zulässig. Dies hat das Verwaltungsgericht Mainz bestätigt. Eine Umwandlung des Wochenendgebiet in ein Wohngebiet ist aufgrund des Regionalen Raumordnungsplanes und wegen hoher Kosten für die Anlieger nicht möglich. In einem Gespräch mit der Ortsgemeinde, Verbandsgemeinde und Vertretern des Wochenendgebietes machte Landrat Claus Schick unmissverständlich deutlich, dass die Kreisverwaltung Mainz-Bingen die Festsetzungen des Bebauungsplans umsetzen wird.
  • Für uns alle erfreulich war vor wenigen Tagen der Spatenstich für unser mulitfunktionelles Rathaus. Es wird eine Begegnungsstätte für alle Bürgerinnen  und Bürger sein. Wir werden ein modernes Rathaus bauen, das ca. 1,9 Millionen Euro kosten wird. Diese sinnvolle Investition, das alte Rathaus war nicht mehr wirtschaftlich sinnvoll zu renovieren, wird vom Land Rheinland-Pfalz mit 574.000 Euro gefördert. Ich bedanke mich beim Land Rheinland-Pfalz für diese Unterstützung. Für 2017 ist der Umzug ins neue Rathaus geplant.
  • Mit dem Landkreis Mainz-Bingen ist vereinbart, im Bereich des Schulgeländes eine „Clearingstelle“ für elternlose Flüchtlingskinder zu errichten. Unsere Gemeinde leistet dabei einen Beitrag zur Bewältigung der Flüchtlingskrise. Wir entziehen uns nicht der notwendigen Solidarität!

Inzwischen kann ich über eine noch relativ kurze aber intensive Amtszeit als Bürgermeister unserer lebenswerten Gemeinde zurückblicken. Ich bin froh, dass mich viele Bürgerinnen und Bürger unterstützt haben.

Bitte sehen Sie es mir nach, wenn ich nicht immer dem ein oder anderen Recht gegeben habe oder konnte, ich versuche immer mein Bestes zu geben und ehrlich zu antworten, selbst wenn dies meinem Gegenüber nicht gefallen sollte. Ich habe immer das Gemeinwohl im Blick.

Bedanken möchte ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die meine Arbeit für die Gemeinde unterstützen. Mein besonderer Dank gilt den Beigeordneten Herrn Gerhard Huber, Herrn Otfried Lang und Frau Johanna Kraus, sowie dem Ortsvorsteher von Genheim, Herrn Franz-Josef Eckes.

15 Jahre als 1. Beigeordneter der Ortsgemeinde Waldalgesheim waren für meine Arbeit als Ortsbürgermeister sehr wichtig. Ich bin froh, dass ich den Rat meines Vorgängers Dr. Gerhard Hanke, jederzeit in Anspruch nehmen kann.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien, Freunden und Bekannten besinnliche Weihnachten und ein friedvolles Jahr 2016.

Vielleicht sehen wir uns auch am 24. Dezember 2015 im Rahmen der vom Orchesterverein Harmonie gestalteten Veranstaltung „Choräle unter dem Weihnachtsbaum“ im Dorfmittelpunkt.

Ihr Stefan Reichert
Ortsbürgermeister

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