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Gemeinde erhält „Fotoschatz“

20.04.2016 12:34 von Gemeinde Waldalgesheim

Pressemitteilung vom 19.04.2016

Auf dem Bild von links nach rechts Ortsbürgermeister Stefan Reichert, Heinrich Sinz mit Ehefrau Auguste Sinz und Dr. Gerhard Hanke, der gemeinsam mit Heinrich Sinz bereits mehrere Bildbände über die Geschichte von Waldalgesheim veröffentlicht hat.

Der seit vielen Jahren aktive Mitbürger und Fotograf Heinrich Sinz, geboren 1927, hat der Gemeinde und ihrem Bürgermeister Stefan Reichert seine vielfältige Fotosammlung über Waldalgesheim als Geschenk zur Verfügung gestellt. In mehreren Gesprächen mit Dr. Gerhard Hanke wurde die Idee geboren, die einmalige Fotosammlung der Gemeinde zu schenken . Die Waldalgesheimer Geschichte wird durch viele Bilder aus der Sammlung von Heinrich Sinz sowie durch eigene Bilder erlebbar gemacht. Die vielfach beachteten Fotobücher „ Waldalgesheim im Wandel der Jahrhunderte“ und“ Das alte Waldalgesheim in Bildern“ haben einmal mehr gezeigt ,welches historische Potenzial die Fotosammlung von Heinrich Sinz für die Gemeinde besitzt .

Heinrich Sinz war 50 Jahre Mitarbeiter der ehemaligen Grube Doktor Geier, zunächst als Vermessungstechniker und zuletzt als Vermessungssteiger tätig. Über die Technik der Vermessung begann er sich für die Fotografie zu interessieren. Seine erste Kamera war eine sogenannte Balgenkamera, eine klassische Bauform von fotografischen Kameras der Firma Ikonta mit einem Zeiss-Objektiv. Damit konnte Heinrich Sinz seine ersten Fotos erstellen .Er war so von der Fotografie fasziniert, dass er sich 1948 eine Spiegelreflex-Kamera kaufte und zwar von einer Wiesbadener Firma mit Namen Edixa. Kaum einer wieß heute noch, dass es diese Firma einmal in Deutschland gab. Seine nächste Kamera war eine Spiegelreflex-Kamera der Firma Olympus.

Im Laufe der Jahrzehnte war Heinrich Sinz ein dokumentarischer Fotograf der Waldalgesheimer Geschehnisse. Darüber hinaus sammelte er viele Bilder über die Waldalgesheimer Geschichte, die seine große Sammlung an heimatgeschichtlichen Bildern erweiterten. Über 1.000 Bilder sind somit ein „fotografischer Schatz“ für die Ortsgemeinde Waldalgesheim, wie Ortsbürgermeister Stefan Reichert dankend erwähnte. Diese Sammlung von Heinrich Sinz wird im Rathaus der Ortsgemeinde Waldalgesheim einen Platz im neuen Archiv erhalten, stellt Stefan Reichert fest.“ Die Ortsgemeinde Waldalgesheim ist dankbar, dass wir über diese historischen Bilder von Heinrich Sinz dank der Vermittlung von Dr. Gerhard Hanke verfügen können“ , ist sich Stefan Reichert sicher.

„Wir haben im Familienrat getagt und waren alle gemeinsam, meine Frau und meine beiden Söhne der Meinung, dass die Bilder am besten bei der Ortsgemeinde Waldalgesheim aufgehoben sind. Meine beiden Söhne wohnen nicht mehr in Waldalgesheim und es wäre sicherlich schade, wenn meine Bilder und meine Sammlung nicht mehr auf Dauer den Bürgerinnen und Bürgern von Waldalgesheim zur Verfügung stehen würden. Ich will nicht, dass meine Bilder später nutzlos in irgend einem Container als Abfall landen“, stellt Heinrich Sinz fest.

Diese Bilder sind auch für die Waldalgesheimer Heimatfreunde von unschätzbarem Wert . Großen Anklang in der Bevölkerung findet auch das neue Magazin der Heimatfreunde mit vielen Bildern und interessanten Beiträgen.

Als ehemaliges Ratsmitglied des Gemeinderates von Waldalgesheim (1979-1984) und 5 Jahre als 3. Beigeordneter der Ortsgemeinde Waldalgesheim hat Heinrich Sinz selbstverständlich ein hohes Bewusstsein für seine Heimatgemeinde Waldalgesheim entwickelt. Seine Leistungen für die Heimatgeschichte von Waldalgesheim wurden 1997 mit dem Kulturpreis der Ortsgemeinde Waldalgesheim gewürdigt. Im November 2013 erhielt Heinrich Sinz aus der Hand von Landrat Claus Schick den Ehrenbrief des Landkreises Mainz-Bingen der Stiftung Kultur im Landkreis ebenfalls für seine herausragende Tätigkeit als Fotograf, der die Geschichte seiner Heimatgemeinde in vielen Bildern festgehalten hat. „Ein Bild sagt oft mehr als vieles Geschriebene“, sind Stefan Reichert und Dr. Gerhard Hanke gemeinsam überzeugt. Deshalb war und ist es wichtig, dass die Bilder von Heinrich Sinz nicht verloren gehen, sondern als Teil der Dorfgeschichte für Waldalgesheim für die Nachwelt erhalten bleiben. Gemeinsam freuen sich alle Beteiligten auf den Moment, wenn die Bilder in das Archiv der Ortsgemeinde im Frühjahr 2017 ihren Platz finden werden.

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