Waldalgesheimer Pfadfinder für die Kastanien

21.11.2013 08:08 von Gemeinde Waldalgesheim

Pressemitteilung vom 19.11.2013

Waldalgesheimer Pfadfinder für die Kastanien

In einer gemeinsamen Umweltaktion mit der Ortsgemeinde Waldalgesheim haben die Waldalgesheimer Pfadfinderinnen und Pfadfinder im Bereich der ehemaligen „Grube Doktor Geier“ die von der Miniermotte befallenen Blätter der Kastanien eingesammelt. Die Kastanien sind in den 50er Jahren im Bereich des Bergwerks „Grube Doktor Geier“ auf einer Gemeindefläche angepflanzt worden. Die Blätter wurden von den Pfadfinderinnen und Pfadfindern aufgesammelt. Diese wurden dann auf dem Gelände des Bauhofes der Ortsgemeinde entsorgt. Damit von diesen Blättern keine Gefahr mehr für die Kastanien ausgehen kann, wurden sie nach einer Genehmigung durch die Verbandsgemeinde Rhein-Nahe verbrannt. „Dies ist bisher die einzige Möglichkeit, den kranken Kastanien zu helfen“, führt Ortsbürgermeister Dr. Gerhard Hanke aus.

Der große Gegner der wunderschönen Kastanien in Bereich des Bergwerkes ist die sogenannte „Rosskastanieminiermotte“ (auch Balkan-Miniermotte genannt). Sie ist ein Kleinschmetterling aus der Familie der Miniermotten. Sie wurde in Europa erstmals 1984 in Mazedonien, in der Nähe des Ohrid-Sees entdeckt. Bereits 1993 fand sie den Weg nach Bayern, von dort verbreitete sie sich über ganz Deutschland. Auch an den Kastanien in Waldalgesheim ist die eigentlich unauffällige Miniermotte festzustellen. Wie mehrere Anwohner der Unteren Amalienhöhe berichteten, hat diese Aktion der Pfadfinderschaft Waldalgesheim bereits Erfolge gezeigt. Die Kastanien sind lange nicht mehr so krank wie sie einmal waren. Den 20 Pfadfinderinnen und Pfadfindern von Waldalgesheim,  die an der Aktion beteiligt waren, hat die Arbeit einen großen Spaß bereitet. Im kommenden Jahr wollen sie weiter für die Gesundheit der Kastanien arbeiten.

Ortsbürgermeister Dr. Gerhard Hanke bedankte sich bei den Pfadfinderinnen und Pfadfindern von Waldalgesheim für diese uneigennützige Hilfe im Sinne der Umwelt. Die Ortsgemeinde Waldalgesheim plant darüber hinaus weiterhin den Vogelbestand durch ausreichende Nistmöglichkeiten zu fördern. Blaumeisen, Schwalben und Mauersegler gehören beispielsweise zu den natürlichen Fressfeinden der Rosskastanienminiermotte. Vielleicht gibt es auch, so die Hoffnung des Ortsbürgermeisters, eine weitere Aktion von einem anderen Verein, um die ortsprägenden Kastanien in Waldalgesheim vor der Miniermotte zu schützen.

Natürlich gehört es dazu, nach einer solchen Umweltaktion bei recht widrigen Witterungsverhältnissen sich noch einmal zusammenzusetzen, über das vergangene Jahr und auch über die geplanten Aktivitäten zu sprechen. Im Pfadfinderheim war dafür eine gute Möglichkeit gegeben.

Waldalgesheim, den 19.11.2013

gez. Dr. Gerhard Hanke
Ortsbürgermeister

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